Seimitsu e.V.

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Bericht vom Trainingslager 2006

Am 14. August 2006 war es wieder soweit. Am Dojo Köpenick trafen sich 74 Karatekas und Jukas, um mit dem Bus ins diesjährige Trainingslager zu fahren. Verabschiedungen der Kleinen von den Eltern waren schließlich erledigt und auch alle Klamotten im Bus verstaut. Endlich konnte es losgehen.

Im Gut Gnewikow ankommen, erwarteten uns schon einige, die mit dem PKW hingefahren waren. Die Zimmerverteilung ging diesmal erfreulich rasch und ohne lange Diskutierereien, wer mit wem, über die Bühne.

Nach dem Essen und kurzer Pause ging es dann auch schon mit den ersten Trainingseinheiten los. Die Jukas gingen in die Halle; dort fanden alle Trainingseinheiten und am Donnerstag auch eine Gürtelprüfung inkl. DAN-Prüfung statt. Alle Prüflinge bestanden ihre Prüfung.

Bei den Karatekas gab es wieder eine Einteilung in Kinder, Mittelstufe und Oberstufe (ab 5.Kyu).

Die Trainingseinheiten der Kinder verbanden das Spielerische mit dem Karate. Dabei wurde berücksichtigt, daß sich Kinder gerne alleine und gruppenweise messen. Sven, André und Marco schafften es, daß die Kinder mit viel Begeisterung, Temperament und Engagement dabei waren und in den Gruppen und Mannschaften sich sehr solidarisch verhielten.

In der Mittelstufe legten André, Marco und Frank wesentlichen Wert auf feste Stände und Kimepunkte. Dies galt für Kihon, Kata und vor allem auch für das Pratzentraining. Für manche war es das erste oder zweite Mal, daß mit einer Pratze trainiert wurde. Die überraschendste Erkenntnis war bei den jüngsten dieser Gruppe: "Iih, die Pratze schwitzt ja!"

Auch bei der Oberstufe legten André, Marco und Frank viel Wert auf feste Stände. Die Oberstufe durfte gleich zwei neue Katas erlernen, Wankan und Gojoshio Dai. Dabei kämpften sich die Teilnehmer durch und "freundeten" sich auch mit dem Stand Neko Ashi Dashi an.

Monchi bot Kumitetraining an, an dem nur die "üblichen Verdächtigen" teilnahmen. Leider entzogen sich dem viele, für die es gerade angeboten wurde. Mit durchdachten aufeinander abgestimmten Übungen sollten sie eigentlich an den Freikampf herangeführt werden.

Am Mittwoch war der traditionelle Spieletag. Es wurden aus Mittel- und Oberstufe Mannschaften gewählt, die gegeneinander in Volley- und Basketball antraten. Hier ging es wieder mit viel Einsatz und Biß zugange.

Auch bei den Kindern organisierten Micha und Frank Wettkampfspiele, bei denen es auf Geschicklichkeit, Schnelligkeit und auf gemeinsames Bewegen wie beim Dreibeinlauf ankam. Mit viel Engagement und großer Lautstärke waren alle dabei.

Am Abend war dann am Lagerfeuer die leider teilweise etwas verregnete Siegerehrung. Keiner ging schließlich leer aus.

Am Freitag bot Frank unter dem Thema Selbstverteidigung zahlreiche Techniken aus der Kihon und den verschiedensten Katas für praktische Anwendungen an. Nachmittags trafen sich alle - Jukas und Karatekas - in der Halle, um gemeinsam zu trainieren. Die kleinen Karatekas übten bei Stefan Fallschule.

Der Rest teilte sich in gemischte Gruppen von vier bis sechs Personen auf, und es wurden Nothilfesituationen unter Uwes Anleitung simuliert und Eingreifmöglichkeiten ausprobiert. Zuvor gab Uwe jedoch wichtige rechtliche Hinweise, unter welchen Bedingungen überhaupt eingegriffen werden darf und daß vor allem immer die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muß.

Dieses gemeinsame Training machte allen viel Spaß und gab vor allem neue Einblicke, wie unterschiedlich reagiert werden kann. Ein solches Training sollte bei dem nächsten Trainingslager auf jeden Fall wieder stattfinden, aber vielleicht bereits am Anfang.

Freitag gab es dann die übliche Fete mit viel und lauter Musik, zuerst für die Kinder und dann für die Großen. Irgendwann fielen alle ins Bett.

Am Samstag war das Trainingslager leider schon vorbei und alle - viele reichlich verpennt - fuhren wieder nach Hause.

Ein dickes Dankeschön an alle, die sich an der Durchführung des Trainingslagers beteiligt haben.

Frank Asner

Bilder vom Trainingslager sind in der Bildergalerie zu finden.


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